Anwesenheit

Anwesend im eigenen Leben

Es gibt zwei Arten der Anwesenheit: diejenige an einem bestimmten Ort und diejenige im eigenen Leben. Hier geht es um die zweite Art.

Mein Zugang zu diesem Thema ist esoterisch-energetischer Natur. Anwesenheit, Aufmerksamkeit, Konzentration und Achtsamkeit sind dabei keine Schritte zur spirituellen Weiterentwicklung, sondern wichtige Werkzeuge für deine energetische Gesundheit.

Verena Johanna Polzhofer meditiert im Wald
Buch & Meditation

Zum Lesen und Üben

Buchcover: Wie du mit Anwesenheit deine energetische Gesundheit stärkst
Buch

Wie du mit Anwesenheit, Aufmerksamkeit, Konzentration und Achtsamkeit deine energetische Gesundheit stärkst

Ständig müde, abwesend und unkonzentriert? Dieser Ratgeber zeigt dir, wie du deinen Energiehaushalt durch deine Anwesenheit und mithilfe deiner Konzentration und Aufmerksamkeit verbessern kannst – sodass deine Lebenskraft in deinem Leben bleibt und du deine Ziele verwirklichen kannst.

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Anwesenheitsmeditation

Anwesenheitsmeditation

Diese Meditation führt dich Schritt für Schritt zurück in deine Anwesenheit – dorthin, wo deine Aufmerksamkeit wieder bei dir selbst ankommt. Eine ruhige Übung für alle, die spüren, dass ihre Konzentration und Energie gerade woanders verweilen. Bewusst ohne Hintergrundmusik, damit du ganz bei deiner eigenen Wahrnehmung bleiben kannst.

Enthält 6 Meditationen
  • 01Erste Beruhigungsmeditation
  • 02Anwesenheit – Konzentration auf das Kraftzentrum
  • 03Konzentration durch die Atmung
  • 04Komme zur Ruhe
  • 05Anwesenheit – Aufmerksamkeit
  • 06Dritte Beruhigungsmeditation – mithilfe von Anwesenheit und Energiefeld
Hineinschnuppern
30 € Enthält keine Mehrwertsteuer (Kleinunternehmerregelung gem. § 6 UStG)
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Diese Meditationen sind keine Wohlfühlmeditationen zum Entspannen und Abschalten. Es sind Arbeitsmeditationen – das heißt, du gehst darin aktiv mit einem bestimmten Thema in Kontakt. Genau deshalb verzichten sie bewusst auf Hintergrundmusik: Sie würde dich eher ablenken, als dich in der Arbeit mit dir selbst zu unterstützen. Aus demselben Grund empfehle ich dir, beim Meditieren zu sitzen statt dich hinzulegen. Im Sitzen bleibst du wach und aktiv bei der Sache, während du im Liegen schnell in einen passiveren, schläfrigeren Zustand rutschst.

Worum es geht

Warum du dein Leben verschläfst, obwohl du wach bist

Kennst du das Gefühl, dass die letzten zehn Jahre in einem einzigen Augenblick vergangen sind?

Du blickst auf Entscheidungen zurück und weißt nicht mehr genau, warum du sie getroffen hast. Wichtige Begegnungen verschwimmen in deiner Erinnerung. Die Fotos auf deinem Smartphone wirken, als würden sie das Leben eines anderen Menschen zeigen. Und wenn du versuchst, auf die vergangenen Jahre zurückzublicken, erscheint vieles wie durch einen Nebel.

Dieser Eindruck entsteht meist nicht deshalb, weil dein Gedächtnis versagt. Viel häufiger fehlt etwas anderes: deine Anwesenheit. Denn wir verbringen einen erstaunlich großen Teil unseres Lebens außerhalb von uns selbst. Die eigene Aufmerksamkeit ist überall, nur nicht im eigenen Körper: Sie folgt Geschichten, Problemen, Erinnerungen, Plänen, Sorgen, Menschen, Bildschirmen und Gedanken.

Anwesenheit bedeutet etwas sehr Konkretes: Deine Aufmerksamkeit ist in deinem eigenen Körper verankert. In der Anwesenheit werden dein physischer Körper, deine fünf Sinne – Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen – und dein Umfeld zum Zentrum deiner Wahrnehmung.

Es gibt mehrere Gründe, weshalb das wichtig ist. Zum einen nimmst du dich selbst und dein Umfeld nur vollständig wahr, wenn du anwesend bist, aber noch wichtiger, für mich als Energetikerin: Energie folgt Aufmerksamkeit.

Wohin du deine Aufmerksamkeit richtest, dorthin fließt auch deine Lebenskraft. Ruht deine Aufmerksamkeit in deinem Körper, bleibt deine Energie bei dir. Verlierst du dich über Stunden in Sorgen, Tagträumen oder digitalen Welten, dann fließt deine Energie in diese Bereiche.

Die Frage „Wo bin ich?“ bekommt in diesem Zusammenhang eine viel tiefere Bedeutung. Denn aus energetischer Sicht geht es nicht nur darum, wo sich dein Körper befindet. Entscheidend ist, wo sich deine Aufmerksamkeit aufhält.

Deine wunderbare Aufmerksamkeit

Fünf Zustände deiner Aufmerksamkeit

Setz dich aufrecht hin, schließ die Augen und nimm deinen gesamten Körper wahr: von deinem Kopf bis zu deinen Füßen. Richte deine Aufmerksamkeit dabei auf nichts Bestimmtes. Spüre deine Atmung, die Wärme oder Kühle des Raumes, das Kribbeln in den Füßen, die leichte Spannung in den Schultern.

Was du gerade erlebt hast, war Anwesenheit. Sie entsteht, wenn du deine Aufmerksamkeit in deinem Körper verankerst.

Deine Aufmerksamkeit hat in ihrem natürlichen Zustand in etwa die Form eines Balls. Du kannst diesen Ball zu einem schmalen Strahl bündeln und auf einen einzigen Punkt richten: Das ist Konzentration. Du kannst den Ball aber auch ausdehnen. In dieser Form nimmst du mehr Raum wahr als üblich. Aus dieser Beweglichkeit und Verformbarkeit ergeben sich fünf Aufmerksamkeitszustände:

  • 01In der Anwesenheit ist die Aufmerksamkeit in deinem Körper verankert und nicht verformt. Anwesenheit ist der natürliche Zustand deiner Aufmerksamkeit.
  • 02In der Konzentration verengst du den Aufmerksamkeitsball zu einem Strahl. Du wählst ein einziges Objekt – deinen Atem, einen Gegenstand, einen Gedanken – und nimmst nur dieses wahr.
  • 03In der entfernten Aufmerksamkeit verlässt deine Aufmerksamkeit deinen Körper: Du nimmst Facebook oder einen Tagtraum sehr intensiv wahr – nicht aber deinen Körper.
  • 04In der ausgedehnten Aufmerksamkeit dehnt sie sich weit aus: Du kannst nun mehr von dem wahrnehmen, was dich umgibt.
  • 05In der Achtsamkeit weitet sich deine Aufmerksamkeit ins Geistige aus. Sie verbindet sich mit deinem Bewusstsein. Du bist dir nun dessen bewusst, was du wahrnimmst.

Es geht nicht darum, Konzentration zu meiden oder ständig achtsam zu sein. Es geht darum zu verstehen, welche Auswirkungen die einzelnen Zustände haben und welcher von ihnen in einem bestimmten Augenblick der sinnvollste ist.

Sinnfunk

Meine Sendung über die Anwesenheit

Auf Sinnfunk spreche ich über die Anwesenheit – darüber, wohin deine Aufmerksamkeit wandert und wie du wieder in deinem eigenen Leben ankommst.

Autorenstunde: Einführung in die Anwesenheit

Mehr auf Sinnfunk hören
Anwesenheit als energetische Grenze

Ein Haus ohne Wände

Nicht alles, was du denkst und fühlst, gehört zu dir. Teilweise übernimmst du die Ideen, Glaubenssätze und Gefühle anderer durch Gespräche, Bücher oder andere Medien. Teilweise aber auch, weil sie im Äther deines Umfelds vorhanden sind. Unsichtbar, unhörbar, doch zugleich spürbar.

Am besten kann man sich das wie Musik vorstellen. An Orten, die frei von starken Gedanken und Gefühlen sind, ist die Luft still. Dort, wo intensive Emotionen herrschen, fließen die Klangwellen durch den Raum. Ob du es willst oder nicht: Du hörst mit.

Wenn dein Energiefeld schwach ist, bist du wie ein Haus ohne Wände. Dein Nachbar kann bestimmen, welche Musik du hörst. Er kann bestimmen, ob du in Ruhe einschlafen kannst oder nicht.

Dein gestärktes Haus

Die Frage lautet also: Wie stärkst du dein Energiefeld? Hier kommt die wenig überraschende Antwort: Anwesenheit.

Anwesenheit stärkt dein Energiefeld deshalb, weil sie deinen Energiefluss ankurbelt. Wenn du anwesend bist, durchströmt Energie alle Bereiche deines physisch-energetischen Körpers – auch dein Energiefeld.

Aber – und der nächste Punkt ist sehr wichtig: Anwesenheit ist kein Allheilmittel, wenn es um deine Grenzen geht. Sie kann kein Nein erzeugen, wo keines vorhanden ist.

Deine Anwesenheit stärkt dich auf der einen Seite darin, nicht alles aus deinem Umfeld wahrnehmen zu müssen, und zum anderen darin, genauer zu erkennen, was in dir vorgeht.

Zum Ausprobieren

Einfache Anleitung zur Anwesenheit

Anwesenheit ist ein sehr gewöhnlicher Seinszustand. Es braucht keine besondere Sitzhaltung, kein besonderes Umfeld und keine besondere Technik.

Das wohl schönste Beispiel für Anwesenheit sind jene älteren Mitbürger, die am offenen Fenster ihrer Wohnung sitzen und die Straße beobachten. Keine Ablenkung, kein besonderer meditativer Zustand, kein Ziel, das erreicht werden will, sondern nur der Genuss des gegenwärtigen Augenblicks. Genau dorthin wollen wir.

Deshalb würde ich dir auch raten, mit geöffneten Augen zu üben. Deine Augen verbinden dich mit der physischen Wirklichkeit. Sobald du sie schließt, entfernst du dich ein kleines Stück von der Gegenwart.

Die einfache Anleitung beginnt mit der Konzentration. Die Konzentration soll dir helfen, deine Aufmerksamkeit in deinen Körper zurückzuholen. Mehr nicht.

  1. Konzentriere dich auf dein Konzentrationsobjekt – zum Beispiel deinen Atem.
  2. Dehne deine Konzentration auf deinen gesamten Körper aus. Nimm deinen Kopf und deine Füße gleichzeitig wahr. Spüre die Temperatur im Raum. Fühle deinen Atem.
  3. Sobald du deinen ganzen Körper gleichmäßig wahrnimmst, bist du anwesend. Bleibe so lange in der Anwesenheit, wie es sich für dich gut anfühlt.

Wie bei der Konzentration reichen sehr kurze Einheiten – wenn du sie regelmäßig ausführst. Fünf Minuten täglich sind besser als zwanzig Minuten gelegentlich.

Kurs in Pöllau

Anwesenheit im Kurs „Zur Ruhe kommen“

Teile der Anwesenheit, die du auf dieser Seite kennengelernt hast, begegnen dir auch in meinem Kurs „Zur Ruhe kommen durch Meditation“. An drei Montagabenden in Pöllau übst du gemeinsam mit anderen – und das Anwesenheitsbuch ist im Kursbeitrag bereits enthalten.