Wut

Die Kraft der Wut

Die Wut steht wie kaum ein anderes Gefühl für Kontrollverlust und Gewalt. Trotzdem ist sie ein wichtiges Gefühl in deinem Leben – vielleicht sogar das wichtigste überhaupt.

Deine Wut ist nämlich eine Verteidigungskraft. Sie kommt in dein Leben, wenn jemand deine Grenzen überschreitet.

Deine Wut: dein bester Freund und dein schlimmster Feind
Buch & Meditation

Zum Lesen und Üben

Buchcover: Die Kraft der Wut
Buch

Die Kraft der Wut

Oft wütend? Keine Sorge, du bist nicht allein. Die Wut gilt oft als etwas Bedrohliches oder Verbotenes. Doch hinter dieser missverstandenen Energie liegt ein Schatz verborgen: der Schutz deiner Grenzen. Dieses Buch lädt dich ein, die Wut aus einem völlig neuen Blickwinkel zu betrachten – aus einer esoterisch-energetischen Perspektive.

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Wut

Wut

Wut gilt oft als etwas, das wir unterdrücken sollten, dabei schützt sie in Wahrheit deine Grenzen. Diese Meditation begleitet dich dabei, die Kraft deiner Wut energetisch zu verstehen und bewusst zu nutzen, statt sie wegzudrücken. Bewusst ohne Hintergrundmusik, damit du ganz bei dir und deiner Wut bleiben kannst.

Enthält 5 Meditationen
  • 01Wut wahrnehmen
  • 02Dehne deine Wut aus
  • 03Wut und Atmung
  • 04Wut und Seelenlicht
  • 05Das Wutobjekt loslassen
Hineinschnuppern
25 € Enthält keine Mehrwertsteuer (Kleinunternehmerregelung gem. § 6 UStG)
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Die Meditationen sind keine Wohlfühlmeditationen zum Entspannen und Abschalten. Es sind Arbeitsmeditationen – das heißt, du gehst darin aktiv mit einem bestimmten Thema in Kontakt. Genau deshalb verzichten sie bewusst auf Hintergrundmusik: Sie würde dich eher ablenken, als dich in der Arbeit mit dir selbst zu unterstützen. Aus demselben Grund empfehle ich dir, beim Meditieren zu sitzen statt dich hinzulegen. Im Sitzen bleibst du wach und aktiv bei der Sache, während du im Liegen schnell in einen passiveren, schläfrigeren Zustand rutschst.

Videos

Videos über die Wut

Worum es geht

Resonanzwut und Chakrawut

Die wahre Aufgabe der Wut ist die Verteidigung deiner Grenzen: Sie kommt nur in dein Leben, wenn du dich bedroht fühlst. Sie gibt dir die Kraft, dich gegenüber jemandem zu verteidigen, der größer, stärker und mächtiger ist als du.

Gleichzeitig kann die problematische Wut nicht verschwiegen werden. Wenn ihre dunkle Seite in dir die Oberhand gewinnt, verwandelst du dich in einen Menschen, der Freude am Leid anderer empfindet, dessen Fähigkeit zu Mitgefühl versiegt und der nur noch für seine Wut lebt. Um diese Dualität zu verstehen, müssen wir uns die zwei Arten der Wut ansehen.

Innerhalb meiner energetischen Wahrnehmung gibt es zwei Formen der Wut. Die erste Wut kommt nur in dein Leben, wenn ein auslösender Umstand sie anzieht. Das ist vor allem bei einer Grenzverletzung der Fall. Diese Form der Wut verschwindet jedoch, sobald das auslösende Problem gelöst ist. Das ist die Resonanzwut.

Stell dir vor, jemand schneidet dich im frühmorgendlichen Arbeitsverkehr. Du zeigst dem anderen Autofahrer deine Wut. Dieser entschuldigt sich, indem er die Warnblinkanlage einschaltet. Außerdem fährt er nun vorsichtiger. Du hast deine Grenzen geschützt. Die Wut löst sich auf.

Neben der Resonanzwut gibt es aber auch die Chakrawut. Diese Wut trägst du tagein und tagaus mit dir herum – unabhängig von äußeren und inneren Umständen. Bei einer Chakrawut wirst du auch wütend, wenn dich jemand schneidet. Doch die Wut löst sich nicht auf, wenn der Autofahrer sich entschuldigt. Du bleibst wütend.

Eine Resonanzwut ist ein gelegentlicher Besucher, der dir hilft, bestimmte Probleme zu lösen – deine Chakrawut ist hingegen das eigentliche Problem in deinem Leben.

Wenn es um die Auflösung geht, verlangt deine Resonanzwut von dir, dass du dich mit dem Objekt deiner Wut beschäftigst. Bei deiner Chakrawut musst du dich hingegen mit der Wutenergie selbst beschäftigen.

Sanft oder heftig

Das Wutspektrum

Wenn wir über die Wut in unserer Gesellschaft sprechen, dann häufig über die Wut des oberen Spektrums. Das ist die Wut der Grenzüberschreitung, des Wutausbruchs und der Gewalt. Meine persönliche Vermutung ist, dass wir die Wut nur in ihrer extremen Form als Wut beschreiben und deshalb oft nicht die sanfte Gestalt erkennen, die viel häufiger in unser Leben tritt.

Denn die Wut des unteren energetischen Spektrums ist ruhiger, flexibler, offener. Sie ist weder gewalttätig noch grenzüberschreitend, sondern selbstbewusst. Sie kann tief durchatmen und auch einmal eine Sache ruhen lassen. Sie ist sogar zur Vergebung fähig.

Das große Problem mit der Wut ist, dass wir sie gerne ignorieren – bis sie nicht länger ignoriert werden kann!

Die Wut im oberen Spektrum ist hingegen unfähig, zuzuhören. Sie besitzt eine Energie der Dringlichkeit. Sie erlaubt dir nicht, tief durchzuatmen, über eine Situation nachzudenken und einige Schritte zurückzugehen, um dich im gegenwärtigen Augenblick zu verankern.

Der Übergang von der milden zur starken Wut hängt nicht so sehr von der eigentlichen Bedrohung ab, obwohl diese durchaus eine Rolle spielen kann, sondern häufiger von deinem Umgang mit der Wut: Je länger du deine Wut ignorierst und unterdrückst, desto stärker wird sie.

Sinnfunk

Meine Sendung über die Wut

In meiner Autorenstunde auf Sinnfunk spreche ich über mein Buch „Die Kraft der Wut“ – und darüber, warum die Wut dich schützt.

Autorenstunde: Das Wutbuch

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Die Signalfunktion

Achtung, hier stimmt etwas nicht!

Es gibt, grob gesagt, zwei Arten von Grenzen: physische und nichtphysische. Physische Grenzverletzungen betreffen deinen Körper, deinen materiellen Besitz und dein unmittelbares physisches Umfeld – sie sind daher leicht zu erkennen. Doch was ist, wenn du ständig für eine Bekannte Dinge erledigen musst, sie aber nie etwas für dich tut?

In der modernen Welt gibt es eine Vielzahl nichtphysischer Grenzverletzungen, die zwar nicht deinen Körper oder Besitz betreffen, die aber dennoch eine Bedrohung darstellen. Bei dieser Form der Grenzverletzung hat deine Wut eine Signalfunktion: Wenn du wütend wirst, gibt es ein Problem in deinem Leben! Jemand oder etwas überschreitet gerade deine Grenzen.

Die Signalwirkung ist aber nicht nur für dich selbst bedeutend, sondern auch für dein Umfeld. Stell dir zwei Kollegen vor: Der eine ist ständig wütend. Am Montag erzählt er dir über das eine Problem, am Dienstag über das nächste und am Freitag gibt es schon wieder eine andere Bedrohung. Wie ernst wirst du seine Wut nehmen? Stell dir nun einen Kollegen vor, der kaum wütend ist. Eines Tages steht er wütend in deinem Büro. Wie ernst nimmst du seine Wut?

Wenn du selten wütend wirst, signalisiert deine Wut deinem Umfeld, dass eine bestimmte Angelegenheit für dich wichtig ist. Wenn du aber häufig wütend bist, verliert die Wut ihre Signalfunktion für dein Umfeld.

Zum Ausprobieren

Gehe in die Stille

Du hast ein Recht darauf, deine Grenzen zu schützen. Du hast ein Recht darauf, einen Grenzverletzer auf seine Handlung anzusprechen. Kurzum: Du hast ein Recht darauf, wütend zu sein. Doch auch wenn die Wut dich fokussiert, bedeutet das nicht immer, dass du genau erkennst, was dich wütend macht.

Wir neigen dazu, sofort ins Grübeln zu verfallen oder mit anderen über unsere Probleme zu sprechen. Beides kann hilfreich sein. Doch es gibt ein Werkzeug, das ebenso hilfreich sein kann: in die Stille gehen. Stille bedeutet dabei nicht so sehr äußere, sondern innere Stille.

  1. Stell dir eine Frage wie: Weshalb werde ich in Gegenwart dieser Person immer wütend?
  2. Fokussiere dich auf deine Körpermitte.
  3. Suche nicht sofort nach einer Antwort – sondern gehe in die Stille. Schnelle Antworten sind oft falsche Antworten.
  4. Lasse dir Zeit. Antworten kommen oft erst Stunden, Tage oder sogar Wochen später.
  5. Die richtige Antwort löst häufig ein körperlich-energetisches Gefühl aus: So als würde ein inneres Licht angehen und dein Körper damit erfüllt werden.

Du musst nicht alles immer sofort verstehen, um dich selbst zu beschützen. Wenn du keine Klarheit findest, sind Abstand und ein klares Nein ausreichend.

Eine Warnung: Mit wenigen Ausnahmen wird die Wut mit der Zeit immer stärker! Wenn du das Gefühl hast, dass deine Wut dich kontrolliert, anstatt dass du sie kontrollierst, solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen.

Kurs in Pöllau

Zur Ruhe kommen durch Meditation

An drei Montagabenden in Pöllau lernst du, wie du mit Meditation selbstständig zur Ruhe kommst – mit einer soliden Grundlage aus Schweigemeditation und geführten Meditationen.